Kleines medizinisches Wörterbuch:B

Z:

Zäkumkarzinom
Dickdarmkarzinom im Bereich des Blinddarms; bricht frühzeitig in die Nachbarschaft ein

Zellen
die kleinsten Bestandteile des Körpers; sie haben einen Kern, der Erbgut enthält und werden von einer Hülle umgeben

Zellkern
größte Organelle der Zelle; ist gegen das Zytoplasma durch die Kernmembran (Stoffaustausch ermöglichende Doppelmembran) abgegrenzt und enthält das Erbgut in Form der DNS und das Zellkörperchen; der Zellkern setzt sich zu 75% aus Eiweißkörperchen zusammen

Zelllinien
Ergebnis eines Verfahrens, bei dem ein entnommenes Stück Gewebe auf speziellen Gewebskulturen großgezogen wird; die neuen Zellkulturen entstehen aus wenigen Zellen und sind darum sehr einheitlich

Zellteilung
Bildung zweier Tochterzellen aus einer Mutterzelle; erfolgt unter identischer Verdopplung aller für die Vererbung verantwortlichen Strukturen und unter strenger oder annähernd gleichmäßiger Verteilung der Zellbestandteile auf die Tochterzellen

zellvermittelte Immunität
wird durch Lymphozyten geleistet und schützt im Wesentlichen vor bakteriellen Infektionen und Pilzerkrankungen

Zephalgie
Kopfschmerz; Schmerzen im Kopfbereich bzw. Kopfnervenbereich als Leitoder Begleitsymptom zahlreicher allgemeiner oder organgebundener Krankheiten (z.B. akute Infektionskrankheiten, Hypertonie, Augen-, Nasenerkrankungen), ferner bei Neurasthenie (nervöse Erschöpfung) und als psychogener Kopfschmerz; meist als Migräne; beruht
auf Reizung schmerzempfindlicher Kopforgane

Zyanose
Blausucht, bläuliche Färbung von Haut und Schleimhäuten durch relative Erhöhung sauerstoffarmen Blutes

Zyklus
regelmäßig wiederkehrender Ablauf

Zyste
durch eine Kapsel abgeschlossener Gewebehohlraum mit mehr oder weniger dünnflüssigem Inhalt; zu diagnostischen Zwecken wird der Inhalt mittels Feinnadelbiopsie abgesaugt und histologisch und zytologisch untersucht

Zystoskopie
Blasenspiegelung

Zytokine
Botenstoffe, mit denen sich z.B. die körpereigenen Abwehrzellen untereinander verständigen
Zytologie
Lehre vom Bau und der Funktion der Zellen; bei der zytologischen Untersuchung wird die Beschaffenheit der Zellen der Gewebeprobe untersucht, sie dient damit der Diagnose oder
Differentialdiagnose bei Verdacht auf einen Tumor

Zytoplasma
das flüssige, nicht aus Partikeln bestehende Grundmaterial der Zellen

Zytostatika
Arzneimittel, die das Tumorwachstum hemmen oder die Tumorzelle direkt angreifen

Zytotoxizität
Schädlichkeit einer bestimmten Substanz für die Zelle; die Bezeichnung wird häufig für die unerwünschten Nebenwirkungen der Krebsmedikamente verwendet; auch in der Behandlung
Nicht bösartiger Erkrankungen werden unter Umständen zytotoxische Medikamente eingesetzt