Kleines medizinisches Wörterbuch:B

T:

Tachycardie
schneller Herzschlag bzw. schneller Puls

Teilresektion
operative Teilabtragung oder -entfernung von kranken Organteilen

Tenesmus
krankhafter Harn- oder Stuhldrang; oft mit krampfartigen Bauchschmerzen, durch einen Krampf im Dickdarm ausgelöst

TENS
Abkürzung für transkutane elektrische Nervenstimulation

Teratom
komplizierte Mischgeschwulst, die in Keimdrüsen oder Leibeshöhlen vorkommt; stammt von Keimzellen ab

Testosteron
männliches Geschlechtshormon, das in den Hoden produziert wird

Therapie
Kranken-, Heilbehandlung

Therapie-Studien
(--> Studien)

Thermographie
Untersuchungsmethode; Technik zum Nachweis verschiedener Temperaturen im Körper; möglicherweise deuten besonders heiße Stellen auf Infektionen, Tumore oder andere Erkrankungen hin

Thorakoskopie
Spiegelung der Brusthöhle; wird dann durchgeführt, wenn Klarheit über mögliche Veränderungen in der Brusthöhle erzielt werden soll

Thorax
Brustraum

Thrombopenie
Mangel an Thrombozyten; verminderter Blutplättchenspiegel; der normale Spiegel beträgt 150.000 bis 250.000 pro Mikroliter Blut

Thrombose
Bildung eines Blutgerinnsels in Venen oder Arterien; kann durch Verschleppung in verschiedene Organe zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen (Embolie)

Thrombozyten
Blutplättchen, leiten die Blutgerinnung ein





Thymusdrüse / Thymus
kleines Organ im oberen Brustraum hinter dem Brustbein, das sich nach dem Kindesalter weitgehend zurückbildet und in Fettgewebe umgewandelt wird; gehört zum lymphatischen System, ist Teil des körpereigenen Abwehrsystems

Thyreoidektomie
operative Entfernung der gesamten oder auch nur eines Teils der Schilddrüse

TNM-Klassifikation
Gruppeneinteilung bösartiger Tumoren
nach ihrer Ausbreitung; es bedeutet:
T = Tumor
N = Nodi (regionäre Lymphknoten)
M = Fernmetastasen
Durch Zuordnung von Indexzahlen werden die einzelnen Ausbreitungsstadien genauer beschrieben. Ein Karzinom im Frühstadium ohne Metastasierung würde damit z.B. als T1 N0 M0 bezeichnet.

Toleranzentwicklung
begrenzte Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber schädlichen äußeren Einwirkungen (z.B. Giftstoffe, Strahlen)

Tomographie
röntgendiagnostisches Verfahren, das eine Reihe von dünnen Querschnitten durch das Untersuchungsgebiet erzeugt; heute durch die Computertomographie abgelöst

Toxizität
giftige Eigenschaft und Wirkung chemischer Substanzen und physikalischer Faktoren

Tracheostoma
künstliche Öffnung der Luftröhre nach außen

Tranquilizer
Substanzen, die eine beruhigende, schlafffördernde und angstlösende Wirkung haben

Transformation
Veränderung der Zellen in Form und Wachstumsverhalten; bei Gewebekulturen ist damit gemeint, dass der Mechanismus verloren geht, der die Zellen daran hindert, ungehindert
weiterzuwachsen

Transfusion
intravenöse Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen in den Organismus

Transkription
Übertragung von genetischer Information von DNA auf RNA

Transplantat
zu übertragendes Organ oder Gewebe

Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion
Bei der allogenen Stammzelltherapie besteht die Gefahr einer solchen Reaktion, wobei die Spender-Lymphozyten sich gegen Empfänger-Gewebe wenden. Durch entsprechende Medikamente kann diese Reaktion meist verhindert werden.

Transplantation
Übertragung von Zellen, Geweben oder Organen auf ein anderes Individuum oder eine andere Körperstelle

transurethral
Weg durch die Harnröhre in die Blase

transurethrale Resektion (TUR)
Entfernung eines Blasentumors durch die Harnröhre mit Hilfe eines Endoskop; der Tumor wird durch eine Hochfrequenz-Strom führende Schlinge abgetragen; der Eingriff erfolgt unter Narkose

Trauma / Traumata
Verletzung durch körperliche oder seelische äußere Einwirkungen

Tuba
Eileiter; nimmt in jedem Zyklus das befruchtungsfähige Ei aus dem Eierstock auf und transportiert es nach einer bestimmten Frist in die Gebärmutter

Tumor
Jede gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Geschwulst ist ein Tumor. Der
Begriff ist in der Medizin völlig wertneutral.

Tumorareal
Aussiedlungsfläche des Tumors

Tumorklassifikation
Ordnungssystem, das nach klinischen und/oder pathologisch-anatomischen Gesichtspunkten vorgeht, um die Größe und Ausdehnung eines bösartigen Tumors zu bestimmen; wird verwendet als Kriterium für die Operabilität oder die Prognose einer Krebserkrankung

Tumorlokalisation
Ort der Entstehung eines Tumors

Tumormarker
Körpereigene Substanzen, die von wachsenden Neoplasmen vermehrt gebildet und in das Blut abgegeben werden; der Nachweis dieser Tumormarker im Blut oder im Urin des
Patienten dient hauptsächlich der Verlaufsbeobachtung und ergänzt weitere
klinische Untersuchungen

Tumornachsorge
Maßnahme im Anschluss an die Operation; sie besteht sowohl aus Hilfen, um besser mit den Folgen der Erkrankung zurechtzukommen, als auch aus vorsorgenden Maßnahmen zur Verhinderung der Wiedererkrankung und schließlich auch aus Maßnahmen zur Früherkennung einer Wiedererkrankung

Tumorstadien
Das Ausmaß eines Tumors bei Diagnosestellung bzw. seines Fortschreitens wird klinisch in Stufen, sogenannten „Stadien“ beschrieben.