Kleines medizinisches Wörterbuch:B

M:

Magenspiegelung
Untersuchung der Magenschleimhaut mit Hilfe eines beweglichen Schlauches, in dem ein optisches System und häufig eine kleine Biopsiezange zur Entnahme von Gewebsproben steckt

Magnetresonanztomografie (MRT)
diagnostisches Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern (Tomogramm / Quer-oder Längsschnitte) des menschlichen Körpers; dem Verfahren liegen nicht wie bei der Computertomografie Röntgenstrahlen zugrunde, sondern Wellen, die von den körpereigenen Atomen nach Ausrichtung in einem magnetischen Feld ausgesandt werden und computergestützt zu einem hochauflösenden Schnittbild rekonstruiert werden können

Makrohämaturie
rötliche bis braune Verfärbung des Urins, die durch Blut im Urin verursacht wird

Makrophage
Sonderform der weißen Blutkörperchen; Wanderzellen, die sich an der Abwehr von Entzündungen beteiligen

maligne
bösartig

maligner Tumor
„bösartiger“ Tumor, der wachsen und sich auf das umliegende Gewebe ausbreiten kann; bei manchen Tumorformen lösen sich Tumorzellen ab und entwickeln sich in anderen Organen weiter

Malignitätsgrad
Bezeichnung des Schweregrades bösartiger Zellen

Malignom
bösartige Geschwulst

Mamma
medizinischer Fachbegriff für die weibliche Brust (Mehrzahl: Mammae)

Mammakarzinom
Brustkrebs, auch beim Mann möglich

Mammographie
Röntgenverfahren zur Darstellung des Brustgewebes; ermöglicht häufig den Nachweis eines Tumors, bevor dieser als Knoten tastbar ist

manifest
erkennbar

Manifestation
Das Erkennbar werden von Krankheiten

manuell
mit der Hand
Marker
körpereigene Substanz, deren Vorhandensein auf einen Tumor oder andere Erkrankung hinweist

Mastektomie
Entfernung der weiblichen Brust

Mastitis
Entzündung der weiblichen Brustdrüse

Mastodynie
schmerzhaftes Anschwellen der Brustdrüse

Mastopathie
gutartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes; im Laufe der Zeit können bestimmte Formen der Mastopathie bösartig (maligne) werden

Mediastinum
mittleres Gebiet des Brustraumes

Medulloblastom
bösartiger Tumor des Kleinhirns, häufigster bösartiger Gehirntumor im Kleinkindalter

Melanom
bösartiger Tumor, der in den pigmentbildenden Hautzellen entsteht

meningeale Carcinomatose
Ausbreitung von Krebszellen in den Gehirnhäuten

Menopause
der Zeitpunkt nach der letzten Monatsblutung; bedingt durch das Nachlassen der Funktionsfähigkeit der Eierstöcke; liegt bei europäischen/amerikanischen Frauen meistens zwischen dem 47. und 52. Lebensjahr

Menstruation
monatliche Regelblutung

Menstruationszyklus
Unter dem weiblichen Zyklus versteht man den im Durchschnitt etwa 29,5 Tage dauernden Ablauf der Heranreifung eines befruchtungsfähigen Eies bis zum Eisprung.

Mesenterium
Gekröse des Dünndarms

Mesotheliom
bösartiger Tumor, der vorwiegend vom Brustfell ausgeht und häufig mit gesteigerter
Flüssigkeitsbildung einhergeht; nicht selten liegt eine ehemalige Asbestexposition des Patienten vor

metabolische Reaktion
Summe der biochemischen Reaktionen, die zur Herstellung und / oder Zerlegung
einer Substanz notwendig sind



Metabolismus
der Stoffwechsel; Gesamtheit aller chemischen und physikalischen Vorgänge, durch die lebende Substanz erzeugt und erhalten wird

Metastase
„Tochtergeschwulst“, die – im Gegensatz zum Lokalrezidiv – entfernt vom Ursprungsherd an einer anderen Stelle im Körper entsteht; die Ausbreitung der Tumorzellen erfolgt meist über
die Blut- und Lymphbahnen

metastasieren
Ausstreuen von Krebszellen

Mikrokalk
bei einer Mammographie nachgewiesene kleinste Kalkablagerungen in der Brust; sind krebsverdächtig, wenn sie in kleinen, feinkörnigen Nestern vorliegen

Mineralstoffe
Elektrolyte

minimal
äußerst gering

minimal-invasive Therapie
Behandlung, bei der z.B. Operationen durch ein Endoskop erfolgen können, so dass nur kleine Operationsschnitte notwendig sind, die den Patienten wenig belasten („Schlüssellochtechnik“)

Mikrochirurgie
Spezialgebiet der Chirurgie, das sich mit Operationen unter dem Mikroskop befasst

Mikrobe
bakterieller Erreger

Mistel
Heilpflanze, die von dem Anthroposophen Rudorf Steiner 1920 zum Einsatz in der Krebstherapie empfohlen wurde; der wässrige Auszug der Pflanze wird in der Regel unter die Haut gespritzt (subkutane Injektion). Mistelpräparate gibt es auch als homöopatisch verarbeitete Präparate.

Mitochondrium
Organell der Zelle, in dem die meisten energieerzeugenden Stoffwechselvorgänge
stattfinden

Mitose
Vorgang der Zellkernteilung oder Zellreproduktion

Mitotischer Index
Zellteilungsindex; Zahl der Zellen einer Zellgruppe, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Teilung befinden. Der normale Teilungsindex der meisten Körpergewebe ist heute bekannt. Weicht ein Gewebe stark davon ab, kann das ein Hinweis auf tumorartige
Veränderungen sein.





Mitotischer Zyklus
Zellzyklus; die verschiedenen Stadien des Zellwachstums:
1. Ruhephase,
2. Synthese, in der die DNS des Zellkerns verdoppelt wird,
3. wieder Ruhephase,
4. Mitosephase, in der die Chromosomensätze verdoppelt werden und sich die Mutterzelle in zwei identische Tochterzellen teilt.

Molekül
Verbindung mehrerer Atome, die eine bestimmte Substanz ergibt

Monoblasten
Vorläuferzellen von Monozyten

Monosubstanz
Arzneimittel, das nur aus einer chemischen Verbindung besteht

Monozyten
Untergruppe der weißen Blutkörperchen; bilden zusammen mit den Fresszellen der Gewebe (--> Makrophagen) ein Abwehrsystem gegen körperfremde feste Teilchen

Morbidität
Krankheitshäufigkeit; statistischer Begriff für die Häufigkeit, mit der eine Erkrankung in der Bevölkerung vorkommt

Morphinderivat
Abkömmlinge des Morphins, also ähnlich wirkende Substanzen

Morphine
hochwirksame, direkt im Gehirn eingreifende Schmerzmittel

Mortalität
Sterblichkeit; statistischer Begriff für den Anteil derjenigen, die an einer Erkrankung sterben

Multifokalität
mehrere Tumorherde, insbesondere beim Mammakarzinom

multimodale Therapie
die kombinierte Anwendung einer oder mehrerer Behandlungsmethoden.

multipel
mehrfach

multiple endokrine Neoplasie (MEN)
Oberbegriff für seltene erbliche Krankheiten, bei denen mehrere verschiedene Tumoren innerer hormonproduzierender Organe auftreten können

multiples Myelom / Plasmozytom
bösartiger Tumor des Knochenmarks

Muskelrelaxantien
Medikamente zur Behandlung von Muskelverspannungen



Mutagen
Faktor, der zu vermehrten Mutationen führt; die meisten Mutagene sind zugleich Kanzerogene und umgekehrt

Mutation
genetische Veränderung einer Zelle; Veränderungen in Ei- und Samenzellen
können vererbt werden

Myelom
bösartiger Tumor des Knochenmarks, meistens Multiples Myelom

Myeloblasten
jüngste morphologisch erkennbare Zellen der Entstehungsreihe der Granulozyten

Myotonolytica
Medikamente zur Behandlung von dauerhafter Muskelverkrampfung (Spastik)

Mykosen
Erkrankungen, die durch Pilze verursacht sind