Kleines medizinisches Wörterbuch:B

E:

ECOG Performance Status
Stufenskala der Eastern Cooperative Oncology Group, dient zur Abschätzung des Fortschreitens einer Erkrankung und der Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Patienten

Einlauf
Spülung zur Entleerung des Darms

Electroencephalogramm (EEG)
schmerzlose Methode zur Untersuchung der Hirnstromwellen mit Hilfe von
Elektroden, die auf der Kopfhaut angebracht werden

Elektrolyte
körpereigene Stoffe, die den Wasserhaushalt regulieren und an wichtigen Funktionen des Körpers beteiligt sind

Elektronenmikroskop
optisches Instrument, mit dem Zellstrukturen und noch kleinere Strukturen bis zu 300.000fach vergrößert werden

Elektrophorese
technische Trennung verschiedener Substanzen nach Richtung und Geschwindigkeit ihrer Wanderung im elektrischen Feld

Embolie
plötzlicher Verschluss eines Blugefäßes

Embolisation
Verschluss einzelner, den Tumor ernährender Blutgefäße durch Einbringen kleiner
Partikel über einen Katheter

Emesis
Erbrechen

Endogen
im Körper selbst, im Körperinneren entstehend, von innen kommend

endokrin
in das Blut absondernd; endokrine Drüsen geben ihre gebildeten Wirkstoffe,
die Hormone, unmittelbar in die Blutbahn ab (z.B. Schilddrüse)

endokrine Therapie
Hormontherapie

Endokrinologie
Lehre von der Funktion der Hormondrüsen und der Hormone

Endometrium
Schleimhaut des Gebärmutterkörpers

Endometriumkarzinom
Karzinom an der Schleimhaut der Gebärmutter

Endonukleasen
Enzyme, die DNS und RNS zertrennen können

Endoprothese
Knochen- oder Gelenkersatz aus körperfremdem, nichtbiologischem Material zur Einpflanzung in das Körperinnere

Endorphine
körpereigene Schmerzmittel, vom Gehirn erzeugt

Endoskop
optisches Instrument, mit dem Hohlorgane – z.B. Blase und Magen – von innen angeschaut werden können

Endoskopie
Verfahren, mit dem durch ein optisches System innere Hohlorgane wie der Magen oder der Darm von innen angeschaut werden können

Endosonographie
Ultraschallmethode, bei der Ultraschallkopf an der Spitze eines dünnen Schlauchsystems angebracht ist, welches der Patient schlucken muss, durch die unmittelbare Nähe zum Tumor entstehen genaue Bilder, zudem kann ultraschallgesteuert eine Gewebepunktion
durchgeführt werden.

enteral
auf den Darm bzw. die Eingeweide bezogen

enterale Ernährung
Ernährung durch eine Sonde direkt in den Darm

Enteritis
Entzündung der Darmwand, eigentlich des Dünndarms

Enterostomie
operative Darmausleitung auf die Körperoberfläche (--> Anus praeter)

Entspannungstherapie
Sammelbegriff für verschiedene Methoden zur Entspannung der Muskulatur, zur Angstbekämpfung und zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte

Enzyme
Eiweißstoffe, die Stoffwechselreaktionen steuern

Epidemiologie
Wissenschaft von der Verteilung der Krankheiten sowie ihrer Ursachen und
Folgen in der Bevölkerung

Epidermis
Oberhaut; darunter liegen die Leder-und Unterhaut



Epithelgewebe
ein- oder mehrschichtiger Zellverband, der die innere oder äußere Körperoberfläche bedeckt



epithelial
zur obersten Zellschicht des Haut- und Schleimhautgewebes gehörend

Epithese
individuell modelliertes Ersatzstück aus Kunststoff zur Deckung von Oberflächendefekten,
insbesondere im Gesicht, das in der Regel nur an den Körper angelegt oder angeheftet wird

ERCP
„Endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie“;
Verfahren, bei dem der Patient einen Schlauch schlucken muss, über den eine Sonde vorgeschoben, der Pankreasgang aufgesucht und mit röntgendichtem Kontrastmittel dargestellt wird

Erektion
Versteifung des männlichen Gliedes

Ergotherapie
„Beschäftigungs- bzw. Arbeitstherapie“; wird häufig in Nachsorgekliniken eingesetzt;
durch sinnvolle, kreative Beschäftigung gelingt es vielen Tumorpatienten, psychische Probleme besser zu bewältigen und so ihre Erkrankung leichter zu verarbeiten

Erythem
entzündliche Rötung der Haut

Erythropoietin
Wachstumsfaktor zur Bildung von roten Blutkörperchen

Erythrozyten
rote Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Blut zuständig sind

Ewing-Sarkom
Knochentumor, der immer im Knochenmark entsteht, meist in den langen Röhrenknochen

exemplarisch
beispielhaft

Exfoliativzytologie
mikroskopische Untersuchung von Körperzellen, die von Oberflächen innerhalb des Körpers abgenommen wurden, z.B. Pap-Test

exogen
außerhalb des Organismus entstehend, von außen her in den Organismus eindringend

exokrin
exokrine Drüsen geben ihre im Körper gebildeten Wirkstoffe (Sekrete) wie Enzyme nach außen z.B. an die Haut oder in den Darm ab



experimentelle Modelle
werden im Labor aufgestellt und sollen vorhersagen helfen, wie die Ergebnisse von Experimenten mit Menschen ausfallen; in der Regel Versuche an Zellkulturen oder Tieren, mit denen chirurgische Verfahren oder Medikamente getestet werden, damit sagt man Wirkungen
und Nebenwirkungen beim Menschen voraus.

exponentiell
deutlich, nicht gradlinig gesteigert

Exposition
Aussetzung, Darstellung, Ausgangspunkt

Exstirpation
Entfernung eines (erkrankten) Organs, eines Organteils oder eines gut abgegrenzten
Tumors

Extremitätenperfusion
ausschließliche Durchströmung eines Beines oder Armes mit Zytostatika oder Antibiotika, abgekoppelt vom Körperkreislauf

Exulzeration
geschwürartiger Zerfall, z.B. eines Tumors

Exzision
Ausschneidung; operative Entfernung eines Körperteils oder Tumors

Exzisionsbiopsie
Entnahme einer Gewebeprobe, die das gesamte verdächtige Gebiet umfasst, mittels einer Schneidevorrichtung zur mikroskopischen Untersuchung