Kleines medizinisches Wörterbuch:B

D:

Darmepithel
Zellschicht, die den Darm auskleidet

Darmflora
Der Darm ist normalerweise von Bakterien besiedelt, die Nahrungsreste abbauen und nutzen. Einige Substanzen kann der Mensch mit verwerten, andere Abbauprodukte der Galle sind sogar schädlich. Die Zusammensetzung der Nahrung und damit ihr Einfluss auf die
Darmflora ist deshalb von größter gesundheitlicher Bedeutung. Die „Lebensgemeinschaft“ zwischen Mensch und Bakterien kann durch Darminfekte, durch Medikamente (Antibiotika, Abführmittel) und andere Allgemeinkrankheiten gestört werden.

Darmspiegelung
Untersuchung der Darmschleimhaut mit Hilfe eines beweglichen Schlauches, in dem ein optisches System und häufig eine kleine Biopsiezange zur Entnahme von Gewebsproben steckt

Darmstoma
künstlicher Darmausgang

Dekompressionseingriff
Eingriff zur Druckentlastung von Organen

Dekubitus
Aufliegegeschwür; Nekrosen- und Geschwürbildung der Haut als Folge chronischer lokaler Druckwirkung und Mangeldurchblutung, z.B. bei Bettlägerigkeit

Desmoid
langsam wachsende, nicht metastasierende Bindegewebsgeschwulst

Desoxyribonukleinsäure
(--> DNS)

Diabetes mellitus
Zuckerkrankheit

Diagnose
Erkennung und Benennung einer Krankheit

Diarrhoe
Durchfallerkrankung

Dichtegradientenzentrifugation
Labormethode, durch die verschiedene Zellen, Zellteile oder Moleküle voneinander getrennt werden können

Differentialblutbild
Beim Differentialblutbild wird die prozentuale Verteilung der weißen Blutkörperchen untersucht.

Differentialdiagnose
Unterscheidung zwischen mehreren ähnlichen Krankheitsbildern

Differenzierungsgrad
Beurteilung des Malignitätsgrades bösartiger Tumoren anhand histologischer
und zytologischer Kriterien (Übereinstimmung mit Strukturen des Ausgangsgewebes)

diffus
zerstreut, ohne genaue Abgrenzung

Dignität
Wert, Bedeutung; onkologisch: Gut-oder Bösartigkeit einer Geschwulst

Dilatation
Aufweitung einer Öffnung oder eines Hohlraums aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen

Diuretikum, Diuretika
Mittel, die durch direkte Wirkung an der Niere die Ausscheidung von Wasser steigern
(Einzahl, Mehrzahl)

Divertikel
umschriebene meist sackförmige Wandausstülpung eines Hohlorgans (Dickdarm, Speiseröhre etc.)

Divertikulitis
Entzündung eines oder mehrerer Divertikel

Divertikulose
Krankheit mit gehäuftem Auftreten von Divertikeln

DNS
Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure, eines der beiden informationsspeichern
Makromoleküle, die in allen Zellen vorkommen; das andere wird RNS genannt. Sie sind Träger der Erbinformationen und steuern die zentralen biologischen Lebensvorgänge aller Organismen

Doppel-Blindstudie
In solchen Studien wissen weder Arzt noch Patient welches von zwei möglichen Prüfmedikamenten der Patient erhält. In Blind-Studien wissen die Teilnehmer nicht, mit welcher Therapie sie behandelt werden. Wenn es notwendig ist, kann die Behandlungsmethode jedoch mit Hilfe eines spezielen Codes identifiziert werden

Dosis
Menge

Dosiseskalation
Dosissteigerung

Drainage
Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen über entsprechende Röhrchen, Schläuche o.ä.

Drüse
mehrzelliges Organ, das spezielle Wirkstoffe (Sekrete) bildet und diese nach außen (z.B. in die Mundhöhle) oder nach innen direkt in die Blut- oder-Lymphbahn abgibt (Hormondrüse wie z.B. die Schilddrüse).

Ductus
Gang, Kanal

duktal
innerhalb eines Ganges; von einem Gang ausgehend

duktales Karzinom
Tumor, der aus Gewebe der Brustdrüsengänge hervor geht

DMP
(Disease Management Programm) strukturierter Behandlungsablauf nach festgelegten Leitlinien unter Einbindung verschiedener beteiligter Institutionen (Krankenkassen, Kliniken, Ärzte)

Dumping-Syndrom
Beschwerden nach einer Magenoperation, die mit Störungen der Kreislauffunktion verbunden sind und vor allem im Zusammenhang mit Mahlzeiten auftreten

Duodenum
Zwölffingerdarm; oberster Teil des Dünndarms im unmittelbaren Anschluss an den Magen

Durchbruchschmerzen
Schmerzspitzen, die trotz guter Einstellung mit Schmerzmedikamenten zeitweise
auftreten

Dysfunktion
Funktionsstörung

Dysphagie
schmerzhafte Schluckstörung hinter dem Brustbein

Dysplasie
Zellveränderungen, die Vorstufen des Krebswachstums entsprechen

Dyspnoe
Atemnot

Dysurie
schmerzhafter Harndrang mit erschwerter, gestörter Blasenentleerung bei
Blasen-, Prostata- oder Harnröhrenerkrankungen